Gesund oder ungesund? Die tägliche Tasse Kaffee schadet keinesfalls | Weltkaffee - Die faire Kaffeepause

Gesund oder ungesund? Die tägliche Tasse Kaffee schadet keinesfalls

Tasse KaffeeÖsterreicher trinken pro Kopf 162 Liter Kaffee im Jahr

Ob als Muntermacher frühmorgens oder als Genussmittel für zwischendurch – Kaffee ist das beliebteste Getränk weltweit. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 162 Litern jährlich liegen die Österreicher im guten europäischen Mittelfeld. Warum aber ist Kaffee derart beliebt? Ist er jetzt gut oder schlecht für die Gesundheit des Menschen? Hält er wirklich stundenlang wach? Macht er jetzt süchtig oder doch nicht? Diätologin Josefa Eiter vom Landeskrankenhaus Vöcklabruck hat sich in das Reich der Mythen gewagt.

Entzieht Kaffee dem Körper wirklich Wasser und wichtige Mineralstoffe? Nein!
Dieses Vorurteil hat die Wissenschaft längst widerlegt. Ein Kaffeekonsum von vier Tassen pro tag hat keinen nachhaltigen Einfluss auf den menschlichen Flüssigkeitshaushalt. „Was relativ neu ist. Die Tasse Kaffee darf sogar zum empfohlenen Tagesbedarf an Flüssigkeit hinzugerechnet werden. Auf das Glas Wasser dazu sollte man aber trotzdem nicht verzichten. Denn es hilft, die tägliche Flüssigkeitsbilanz zu verbessern“, sagt die Expertin.

Macht Kaffee wach? Ja und Nein.
Koffein wirkt bei vielen Menschen belebend und kann sogar die Konzentration fördern. Muss es aber nicht. Was viele nicht wissen. In den ersten 30 Minuten hat Kaffee sogar eine beruhigende Wirkung, manchen hilft eine Tasse sogar beim Einschlafen. Erst danach setzt der aufputschende Effekt ein. Menschen, die am Abend gerne einen Kaffee genießen, sollten aus diesem Grund beachten, dass das Getränk ganz kurz vor dem Schlafengehen konsumiert wird.

Wird der Harndrang gesteigert? Nein.
Im Vergleich zu Wasser bewirkt der Konsum koffeinhaltiger Getränke keinen bedeutsamen Anstieg des Urinvolumens. Nur wenn man sehr selten Kaffee trinkt, kann dieser kurz harntreibend wirken.

Schadet Kaffee dem Herzen? Jein.
Durch moderaten Kaffeekonsum werden zwar die Blutgefäße erweitert und das Herz-Kreislauf-System angeregt, jedoch verursacht er keine gravierende Steigerung des Blutdrucks. Zu viel Kaffee ist fürs Herz nicht gesund.

Macht Kaffee süchtig? Nein.
Der menschliche Körper hat eine hohe Toleranzgrenze und gewöhnt sich bei regelmäßigem Konsum an das Koffein. Eien Gefahr, süchtig beziehungsweise abhängig zu werden, besteht definitiv nicht.

Schont entkoffeinierter Kaffee den Magen? Nein.
Für den Magen kommt es nicht auf das Koffein an, sondern auf die bei der Röstung entstehende Säure. Diese reizt die Magenschleimhaut. So kann das lästige Sodbrennen ausgelöst werden. Wer das vermeiden will, greift am besten zu so genannten „Schonkaffees“. Denn es ist völlig egal, ob mit oder ohne Koffein. „Es kommt allein auf die Röstung beziehungsweise auf die Säure an“, sagt die Diätologin.
Der schlechte ruf, den Kaffee einst hatte, ist also längst rehabilitiert. Denn viele Studien bescheinigen dem aromatischen Getränk sogar vorbeugende Eigenschaften bei verschiedenen Krankheiten: So soll der Konsum von Kaffee beispielsweise das Risiko verringern, an Alzheimer, Demenz, Parkinson und Altersdiabetes zu erkranken.

Kaffee wirkt gegen Kopfweh
Außerdem verbessert Kaffee nachweislich die Atemfunktion. Das Risiko, an Asthma zu erkranken, vermindere sich bei regelmäßigem Kaffeekonsum um 28 Prozent, belegen Studien. „Für manche Menschen, die immer wieder an Kopfschmerzen leiden, zeigt Kaffee eine positive Wirkung“, sagt die Diätologin. „Kaffee kann Kopfschmerzen echt verringern.“

Quelle: OÖNachrichten